Heimische Pflanzen

Heimische Pflanzen haben sich mit unserem Klima und der heimischen Tierwelt gemeinsam entwickelt, es ist ein fein aufeinander abgestimmtes System. Ein großer Vorteil des Naturgartens: Insekten bevorzugen einfache Blüten mit wenigen Blütenblättern, weil sie mehr nährstoffreichen Pollen bieten.

_MG_8678.jpg Kein Wunder, denn die zusätzlichen Blütenblätter der gefüllten Gartenformen werden aus pollentragenden Staubblättern gezüchtet. So können stark gefüllte Blüten sogar völlig kastriert sein.

Wildblumenblüten hingegen sind meist ungefüllt und kleiner als die der bekannten Gartenformen. Außerdem sind bei den Wildpflanzen im Verhältnis zu den Blüten mehr Stengel und Blätter zu sehen. Dadurch wirken die Pflanzungen zarter und ungeordneter, etwa wie der blühende Saum eines Waldweges. Naturnahe Gartengestaltung wirkt nicht durch nur durch Blüten, sondern auch durch feinere Strukturen.

090610_Kefenrod_Saum_29.jpg Überall auf der Welt gibt es wunderschöne Pflanzen. Aber im deutschen Garten wirken die Exoten häufig unpassend. Zudem können sich manche der importierten Gartenpflanzen aggressiv ausbreiten (z.B. Bambus-Arten, Schlingknöterich, Drüsiges Springkraut). Andere sind besonders pflegeintensiv und empfindlich.

Naturgärtner bevorzugen stattdessen die abwechslungsreiche Vegetation Mitteleuropa mit ihren teilweise selten gewordene Schönheiten. Ein Kollege brachte es so auf den Punkt: “dass naturnahe Gärten immer noch die exotischsten sind!”

Weiterführende Diskussionen: www.floraweb.de

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